„Ganz so freilich nicht.“
O, ihn zu übertreffen muß dein Vorsatz sein, wie gerechtes Lob er auch fand. Die neue entwickeltere Zeit läßt dir ja ihr Licht flammen. Durch deine Räthe empfängst du es, kannst seine Strahlen, in deiner Vernunft gesammelt, wohlthätig zurückgießen. — Bist du vermählt?
„Noch nicht.“
Seltsam! Und aus welchem Grunde?
„Ueber die rastlosen Arbeiten vergaß ich, mich nach einem geliebten Weibe umzusehn.“
So war deine Erziehung dennoch fehlerhaft. Die, welche sie leiteten, gaben dir nicht Freiheit genug. Du bist das Werk Anderer geworden, und die eigenthümlich waltende Kraft keimte zu wenig auf. Die Liebe hat ihren Götterfunken nicht in dir entzündet, darum so karger Aufflug deines Herzens. Wir können des edlen Vaters wegen dir nicht nachsehn. Sein Ruhm hat mit dem Wohl der folgenden Geschlechter in seinen Staaten nichts gemein. Ich urtheile, daß dein Land ein Jahrlang unter Regentschaft gesetzt werden muß. Während dieser Zeit bemühe dich um Selbstvertrauen, um die Kraft des Muthes, die Königen ziemt. Vermähle dich liebend, dann kehre wieder und höre unsern neuen Spruch. So mein Urtheil, habt ihr es zu tadeln, Väter, so tretet auf und wir wollen die Stimmen sammeln.
Alles schwieg.
Nach einer Pause fing der Vorsitzer wieder an:
Euer Schweigen nennt meinen Spruch gerecht, der Telegraph soll ihn zur Stelle nach Rom bringen.
Tief bestürzt stand der abgewiesene Thronfolger da vor der schauenden Menge. Wohl nicht