Ganz bin ich zwar nicht zufrieden, sagte Lund; indeß – ich will's versuchen. Was verlangt man an Gehalt?
Zu seiner Befremdung ward nur eine höchst mäßige Summe vorgeschlagen. Lund bot demungeachtet nur die Hälfte. Der junge Mensch zuckte die Schultern, berief sich auf die theure Zeit, und den Umstand: daß er eine unvermögende Mutter habe, die er unterstützen müsse. Doch, setzte er hinzu, will ich für das nächste Vierteljahr einschlagen; auf die Bedingung, daß mir der Herr Principal Einiges zulegen, wenn meine Dienste Ihnen genehm sind.
»Das kann vielleicht geschehn, erwiederte Herr Lund; doch muß ich erinnern, daß man nur Hausmannskost finden wird.«
Daran bin ich in meiner Jugend gewöhnt worden, und sie ist mir die liebste.
»Auch, daß man nicht zu empfindlich seyn darf. Ich habe ein etwas hitziges Naturell, meine es aber gut.«
Ich werde mich stets um die Zufriedenheit des Herrn Principals bemühn; so darf ich keinen Unwillen fürchten.
»Auch, daß man nicht auf einerlei Arbeit muß beschränkt seyn wollen. In meinem Hause kömmt mancherlei vor; und wer in meinem Lohn und Brot steht, muß überall mit angreifen, wo es Noth thut.«
Gern werde ich Ihnen so viele Dienste leisten, als ich nur vermag.
»Auch, daß man ordentlich seyn muß, nicht Abends und Sonntags auslaufen, keine junge lustige Bekannten in's Haus ziehn, die Unfug treiben.«
Die Pflicht der Ordnung versteht sich von selbst; übrigens bin ich hier fremd, und habe keine Bekannten.