Philippine stotterte: Beßter Vater, ich flehe Sie um Erbarmen an! Geben Sie mir den Tod, nur diesen Mann nicht. Ich kann ihn nicht heirathen! Mir graut und schaudert vor ihm –

Jungfer Naseweis, fiel Herr Lund ein, wird Sie gefragt? Hat Sie auch eine Stimme?

Jene fuhr fort: Ich eigne mich auch nicht für ihn.

Donnernd gebot ihr der Vater, zu schweigen, und fügte hinzu: Will das Ei klüger seyn, als die Henne? Ich muß wissen, was zusammen paßt!

Frau Lund, ihre Tochter im Arm haltend, brach nun in Thränen aus, und rief: Nein, lieber Mann, der Unterschied in den Jahren ist zu groß. Mache Dein Kind nicht unglücklich!

Seht doch, entgegnete der liebe Mann; will die Gans auch drein schnattern?

»Ich bin Mutter, und gebe meine Einwilligung nicht.«

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht um Deine Einwilligung gefragt, und werde es auch bis an mein seliges Ende nicht thun.

Ei, fiel Herr Kauser ein, mein lieber Lund, das hätte ich nicht gedacht! Eure Frauenzimmer sind schlecht gezogen. Uebrigens thut bald, was Ihr thun wollt; ich habe Posttag, und verliere meine Zeit.

Gut, entgegnete Herr Lund, ich werde Euch vorläufig mit dem Mädchen versprechen. Ein Zeuge muß wohl noch dabei seyn. Ich rufe meinen Buchhalter.