Ich nicht, antwortete Lisuart.
»Können Sie schwören?«
Hol mich der Teufel!
»Können Sie auch Ihr Ehrenwort darauf geben?«
Nein, das kann ich nicht! Ich hab' es gethan, weil ich dachte, eine Feder thäte doch nicht so weh.
Nun fiel ihm der Hauptmann um den Hals. Sieh! rief er; bist doch ein tüchtiger Kerl, Junge! Schwörst wohl beim Teufel falsch, willst aber nicht Dein Ehrenwort geben. Bravo! Und hast doch einmal Raupen im Kopf, einen guten Einfall. Ich glaube, die zwei Bälle haben Dich schon etwas formirt. Das muß ich gleich meinem Herrn Bruder schreiben. O, ich will zum Teufel fahren, wenn nicht noch was aus Dir wird!
Auf dem nächsten Ball setzte der Hauptmann sich neben eine ihm unbekannte Dame, und hob ein Gespräch mit ihr an. Nicht lange nachher kam ihre, etwa funfzehnjährige, Tochter aus den Reihen zurück, und nahm Platz bei der Mutter. Pfui, Luischen! sagte diese, wie schlecht hast Du getanzt! Und wir haben doch vier Monate einen Tanzmeister bei uns gehabt. Zwar bist Du zum ersten Mal auf einem Ball; ich hätte aber doch nicht geglaubt, daß es so schlecht gehn würde.
O nur Uebung, gnädige Frau, sagte der Hauptmann; da wird das Fräulein dreist. Ich habe da einen Eleven, der soll sie gleich wieder auffordern. Lisuart, kommen Sie her!
Schüchtern nahte sich dieser, und machte eine linkische Verbeugung.
Fordern Sie das Fräulein auf, sagte der Hauptmann wieder; geschwind!