Lisuart stammelte: Kann ich die Ehre haben ...?
Die Dame nahm das Wort: Wird meiner Tochter viel Ehre seyn. Allons, Luise, folge!
Luise stand bebend auf, schien ungern wieder in den Reihen zu gehn. Der Hauptmann sah zu. Es kam ihm vor, als nähme Lisuart sich dies Mal mehr zusammen, und hielte sich dreist, zierlicher.
Lisuart wies auch das Fräulein in den sogenannten Touren zurecht. Als aber der Tanz vorüber war, liefen ihm große Tropfen Angstschweiß vom Gesicht.
Der Hauptmann stand auf, lobte ihn, und sagte hernach leise: Nun setzen Sie sich ein wenig neben die junge Dame, mit der Sie getanzt haben; unterhalten Sie sich mit ihr.
Lisuart wollte nicht, und suchte Ausflüchte. Sie sollen, ward ihm erwiedert, oder es giebt zu Hause Fuchtel. Die Klinge ist eingesetzt.
Lisuart fragte zaudernd: Was soll ich denn mit ihr sprechen?
Tausend Sapperment! entgegnete der Hauptmann, was das für eine dwatsche Frage ist! Eben da formirt sich ein junger Mensch, wenn er mit Damen spricht, und es muß sich ja wohl etwas finden, wovon man sprechen kann, in's Teufels Namen! Sprechen Sie, wovon Sie wollen, nur nichts Ungezognes!
Lisuart nahm zagend neben dem Fräulein Platz, und hob an: Meine Gnädige – es ist heute schönes Wetter.
Die Gnädige antwortete: So muß es eben erst schön geworden seyn. Als wir kamen, schneiete es.