»Den zu tun ich mich wohl hüten werde!« knurrte Hans.

»Aber du kriegst ja doch bei ihr keine Schwiegermutter mit.«

»Wenn auch. Ich will nicht heiraten, niemals, niemals, will keine Ketten tragen, will mich nicht ducken und bücken, nicht leiten und lenken lassen, will bleiben, was ich bin, einsam und allein, frei und ungebunden! Nun weißt du's, hättest es schon längst wissen können, und wenn du mich damit nicht in Ruhe läßt, so reiße ich das Fenster auf und schreie in den Hof hinab, daß sie mir meinen Rappen satteln, weil ich hier oben zu schlecht behandelt würde. Sela!«

Engelhard schüttelte den Kopf und schwieg; er dachte an Bliggers Heiratsplan und an das Recht der Hagestolze.

Sie leerten noch gemächlich und in guter Freundschaft den erst vor kurzem gefüllten Krug; dann verabschiedete sich Hans, wobei ihm Engelhard noch einmal versprach, übermorgen pünktlich zur Stelle zu sein. –

Zu derselben Zeit, da Hans auf der Burg Zwingenberg saß, ritt sein Gegner von der Minneburg aus nach dem Dilsberge zum Grafen Philipp von Lauffen mit der Absicht, diesen um den gleichen Dienst zu ersuchen wie Hans Landschad seinen Freund Engelhard von Hirschhorn.

»Etwas Gutes weissagt dies Gesicht nicht,« sprach Graf Philipp, als Bödigheim bei ihm eintrat.

»Wie man's nimmt,« erwiderte der so Begrüßte. »Schlagt Ihr nicht auch gern Euren besten Feind tot?«

»Bödigheim! wen habt Ihr erschlagen?« frug der Graf erschrocken.