»Noch ist's nicht soweit, aber übermorgen hoffe ich so glücklich zu sein,« gab Bödigheim bissig zur Antwort.
»Wen?« frug Lauffen noch einmal, »doch nicht Hans Landschad?«
»Keinen anderen!«
»Das wäre ein recht dummer Streich,« versetzte der Graf. »Wenn Ihr ihm jetzt den Hals brecht,« fuhr er fort, als Bödigheim ihn finster und verwundert anblickte, »so beerben ihn seine Brüder. Wartet, bis er fünfzig Jahr, drei Monat und zwei Tage alt ist, dann beerben wir ihn, das heißt der Pfalzgraf, und Ihr bekommt das Lehen.«
»Bis dahin hat er Weib und Kind,« knirschte der andere.
»Was sagt Ihr?« fuhr Graf Philipp auf.
»Ich komme von der Minneburg,« ließ sich Bödigheim erregt aus, »habe in aller ritterlicher Form und Höflichkeit um die Rüdt geworben und bin abgewiesen, abgewiesen wie ein Bettler oder wie ein Feind vor aufgezogener Brücke.«
»Weil sie den Landschaden nimmt?«
»Mir ist's kein Zweifel,« erwiderte der Verschmähte. »Als ich in der Bitterkeit meines Mißgeschicks seiner erwähnte, fuhr sie auf mich los, als hätte ich ihr an die Krone gestoßen, als wäre sie schon seine Verlobte und in Liebe zu ihm entbrannt.«
»Und da habt Ihr ihn gefordert?«