»Josephine!« rief er unbedacht aus, verbesserte sich aber schnell, – »Joseph! wie kommst du hierher?«
Das Mädchen antwortete verlegen: »Ich suchte Euch, Junker Hans.«
»Und gerade hier?« frug er mißtrauisch.
»Ich sah Euch heute früh fortreiten und dachte mir wohl, welchen Weg Ihr einschlagen würdet.«
Als die drei Fräulein einen dunkelgekleideten Jüngling erblickten, mit dem sich Ernst in ein friedliches Gespräch einließ, kamen sie flink herzu, um sich den Ankömmling zu betrachten.
»Es ist mein Freund Joseph, Isaak Zachäus' Sohn,« erklärte ihnen Ernst. »Du kennst ihn schon, Sidonie. Er hat mich aufgesucht, wie er sagt, und scheint eine Botschaft an mich zu haben. Sprich, Joseph! was bringst du?«
»Einen Auftrag habe ich dazu nicht, Junker Ernst,« erwiderte sie, schon sicherer geworden, »aber ich glaubte, es würde Euch lieb sein, schnell zu erfahren, was sich begeben hat. Bei der Schmiedeschenke, von wo ich eben herkomme, hat ein Zweikampf zwischen Junker Hans und dem Ritter Bödigheim stattgefunden.«
»Ein Zweikampf? ein scharfer Zweikampf?« frug Ernst, und die drei Fräulein zeigten bestürzte Gesichter.
»Auf Leben und Tod.«
»Nun, und –?«