Juliane hielt mit einem Ruck ihr Pferd an, und entsetzten Blickes stieß sie abgerissen hervor: »Meine Tochter?! und der – der Landschad?!«

»Dieselben!« sagte Sidonie. »Sie sind sich von Herzen gut und hoffen auf Eure Einwilligung, daß Ihr sie –«

»Niemals!« unterbrach sie Juliane mit einer heftigen Gebärde des Unwillens, und ihr Pferd wieder in Bewegung setzend rief sie: »Ist denn alles gegen mich mit Trug und Hinterlist im Bunde? auch du, Sidonie? Darum also war die Rose von einer Brust zur andern gewandert; und ich sah es und frug nicht!«

»Ernst hatte sie mir für Richilde gegeben,« sprach Sidonie.

»Schick' ihm den Stiel mit den Dornen zurück; dann weiß er meine Antwort!«

»Juliane! Was habt Ihr gegen Ernst einzuwenden?« frug Sidonie im höchsten Grade erstaunt.

»Daß er ein Landschad ist!«

»Aber der alte Streit ist doch glücklich beigelegt? Ihr seid doch versöhnt und im besten Frieden mit ihnen?«

»Nein! das bin ich nicht!« schrie Juliane. »Ich hasse sie, alle miteinander, die Männer und die Weiber, die Verheirateten und die Ledigen!«

»Und Ohm Hans?«