»Sind das da Hans und Juliane, oder sind sie's nicht?«

»Gott sei mir gnädig! sie sind's!«

»Begreifst du das, Engelhard?«

»Nein, Bligger!«

»Ich auch nicht.«

Sich im Hintergrunde haltend sahen sie auch Ernst, Richilde und Sidonie in der Nähe des Altars und weiter zurück als aufmerksame Zeugen der heiligen Handlung Julianens Burgvogt Weiprecht Kleesattel mit drei Reisigen stehen. Wie einem vor ihren Augen geschehenden Wunder wohnten sie, von den Ihrigen da vorn unbemerkt und unvermutet, der Trauung bei, hörten die Rede des Abtes, seine Fragen und seinen Segen, mit dem er die Ehe des Paares schloß und weihte, und als er Amen sagte und der Gesang der Mönche wieder einsetzte, da waren Hans und Juliane vor Gott und Menschen Mann und Frau.

»Engelhard,« raunte Bligger während des Gesanges, »nun ist es wirklich erreicht, was wir gewünscht und geplant hatten, und als wir unser Spiel verloren gaben, da war es gewonnen.«

»Weißt du noch,« sprach Engelhard, »wie wir bei dir zusammen waren und uns berieten?«

»Und Ihr mich alle auslachtet? gewiß weiß ich's noch,« erwiderte Bligger. »Und wie gut war gleich mein erster Vorschlag! Hätten wir Hans nicht mit dem Angebot des Waldes zu Juliane geschickt, so hätten sie sich vielleicht im Leben nicht wiedergesehen.«

»Es ist dein Werk, Bligger! und heute wird es gekrönt. Wie wird Lauffen sich bosen, wenn er's erfährt!« flüsterte Engelhard.