Man roch, man kostete, man schlürfte und schmeckte. »Köstlich! – herrlich! – wunderbar! – Gott segne den Berg, auf dem er gewachsen! – und den Küfer im Grabe! – und das Faß im Keller! – und jeden Trinker, der ihn zu würdigen weiß!« So kam es rechts und links von den Lippen der Schwelgenden.

»Schwägerin Juliane!« sagte Bligger, »diesen Minnesegen dir zum Heile! Aus alter Liebe und jungem Haß möge neues Glück erblühen!«

»Dein Wohl, Bligger!« erwiderte sie, »und meinen Dank! Du weißt, wofür!«

Sie nickten sich lächelnd zu und tranken und reichten sich die Hände.

Bald darauf hob der Abt die Tafel mit einem Dankgebet auf, und Bligger drängte zur Heimkehr. »Fliegt zu Neste, ihr Glücklichen!« sprach er zu Hans und Juliane. »Bis zur Schmiedeschenke geleiten wir euch; dann scheiden wir und ihr beiden reitet allein zur Minneburg.«

»Du kommst mit uns nach Zwingenberg, Richilde!« sagte Sidonie.

»Ja, gern!« rief Richilde.

»Und ich?« frug Ernst.

»Du kannst sie da besuchen, sooft du willst,« tröstete ihn Sidonie.