Ehe sie aufbrachen, machten Hans und Juliane dem Kloster eine ansehnliche Schenkung, die Bligger noch um ein beträchtliches vermehrte. »Es ist wegen des jus misogamorum, hochwürdiger Herr!« flüsterte er bei der Verschreibung dem Abte mit feinem Spotte zu. »Seht es als ein lindes Wundpflaster, als ein dürftig Bruchteil eines Euch leider entschlüpften Junggesellenerbes an.«
Dann nahmen die Gäste herzlichen Abschied von ihren Wirten, stiegen sämtlich zu Pferde und ritten mit Weiprecht Kleesattel und den Knechten davon. Ein Knecht aber wurde nach der Minneburg vorausgeschickt, damit man dort auf die Ankunft der Vermählten vorbereitet war. »Und niemand soll den Herrn noch Junker Hans nennen, sondern Herr Ritter!« schärfte Juliane dem Boten ein. –
An der Schmiedeschenke machte Laux Rapp mit Frau und Tochter große Augen, als sie den fröhlichen Reiterzug erblickten, der zu kurzer Rast vor ihrer Tür anhielt.
»Hab' ich's nicht gesagt?« sprach der Schmied, als er erfuhr, was sich begeben hatte. »Ich habe es den beiden Herren angesehen was sie vorhatten, als sie in ihren Staatswämsern nach der Minneburg ritten. Es war aber auch Zeit, Junker Hans, –«
»Ritter Hans!« unterbrach ihn Sidonie.
»Also nun Ritter Hans! Ihr wißt doch? Je länger Junggesell', desto länger in der Höll'.«
»Vorläufig bin ich im siebenten Himmel, Laux!« erwiderte Hans.
»Mögt Ihr immer darin bleiben!« wünschte der Schmied, »und Ihr werdet ja, denn Ihr habt ja einen Engel an der Seite.«
»Danke Laux!« lachte Juliane.