»Isaak Zachäus von Ingolstadt nennt er sich und kommt von Heilbronn über Wimpfen.«
»Bringe ihn uns her!«
Der Burgvogt ging und die drei Mädchen jauchzten und hüpften und klatschten vor Freuden in die Hände.
»Jubelt nicht zu früh!« warnte Juliane, »ihr wißt nicht, was ihr aus dem Munde des Sternsehers zu hören bekommt. Wird es euch lieb sein, wenn er eure geheimsten Wünsche und Gedanken enthüllt?«
»Kann er das denn?« frug Richilde rasch und betroffen von der Tür her, wo sie stand und horchte.
»Freilich kann er das,« erwiderte Juliane mit einem aufmerksam prüfenden Blick auf ihre Tochter. »Wenn er euch nun wahrsagte,« fuhr sie fort, »daß keine von euch dreien jemals einen Mann kriegt?«
»Ach, Frau Juliane!« lachte Hiltrud, »so schlecht meinen es die Sterne nicht mit uns.«
»Es könnte auch anders kommen, Frau Juliane,« sagte Sidonie; »vielleicht prophezeit er Euch ein nahe wieder bevorstehendes Glück.«
»O du Schelm, du!« rief Juliane lachend und drohte der Kecken, wurde aber doch rot dabei.
»Pst!« machte Richilde, »sie kommen!« und sprang von der Tür zurück.