Bödigheim war aufgesprungen und schritt im Zimmer auf und ab.
»Ihr hört nicht,« fuhr der Graf fort. »Mich dünkt, ich weiß noch einen, der auf die Hand der schönen Witwe hofft.«
»Noch einen?« schrie der tief Erregte. »Wer, wer noch?«
»Wenn ich nicht irre,« lachte Philipp, »so war es mein edler Freund Bruno von Bödigheim.«
Der Ritter blieb mit offenem Munde und weit offenen Augen vor seinem Gaste stehen. »Wer hat Euch das gesagt?« frug er verblüfft.
»Ein kohlschwarzer Rabe raunte es mir im Walde von einer alten Eiche zu,« erwiderte der Graf. »Hat er gelogen?«
»Nein!« sagte Bödigheim kurz und fest.
»Nun, so geht hin und nehmt den Landschaden die schöne Beute vor der Nase weg,« sprach der Graf.
»Ist bald gesagt,« brummte der andere, »meine Hoffnung ist gering.«