»Er wird sich dreimal besinnen,« sagte Graf Burkhard von Mansfeld. »Unsere Macht ist zu groß, und wir werden noch Bundesgenossen werben; ich nehme den Fürsten Heinrich von Anhalt auf mich.«
»Ich den Grafen Christian von Wernigerode,« fiel der Blankenburger ein.
»Und sollte der Bischof sein Aufgebot an Kriegsmannen etwa verstärken, so tun wir dasselbe und bringen wohl auch den Landgrafen Hermann von Thüringen und den Markgrafen Dietrich von Meißen noch auf unsere Seite,« meinte der Graf von Regenstein.
»Laßt euch doch darum keine grauen Haare wachsen,« sprach Graf Hoyer. »Der Bischof wird es nimmermehr wagen, uns durch Bannung unseres Freundes Repgow kecklich herauszufordern.«
»Oh er ist ein gar trutziger Herr, der, wo er Gelegenheit dazu hat, gern den streitbaren Kirchenfürsten herauskehrt,« behauptete Graf Botho von Stolberg.
»Mir soll's recht sein,« lachte der Hohnsteiner, »ich reite mit Vergnügen zur Abwechslung auch einmal gegen einen Bischof an.«
»Wenn es aber, was Gott verhüte, meinethalben zu einer großen Fehde oder gar zu einem weitschichtigen Kriege kommen sollte, dann möchte ich auch in Helm und Harnisch mit Euch zu Felde ziehen, Herr Graf,« sagte Eike.
»Der Wunsch ist begreiflich und wird Euch mit Freuden erfüllt werden, damit Ihr selber Eurem Gesetzbuch in den Reihen Eurer Feinde mit dem Schwerte Bahn brecht,« erwiderte der Hohnsteiner.
Und dann trägt er vielleicht mein Kursît einmal über der Rüstung, dachte Gerlinde.