»Aber Gräfin!« rief er, auf das Schachbrett zeigend, »seht doch hier! soll ich Euch denn Euren Rochen wegstibitzen? Flugs schiebt den Elefanten zur Seite, sonst wird er erbarmungslos abgeführt.«
Sie biß sich auf die Lippen, nahm den Zug zurück und tat einen andern, der auch wieder falsch war und infolgedessen ihr Eike, diesmal ohne sie zu warnen, einen Läufer raubte.
»O weh! wie dumm!« sagte sie. »Ihr seid mir über, ich unterliege.«
»Eure Schuld, nicht mein Verdienst.«
»Und aufrichtig seid Ihr auch,« lachte sie, »aber noch habt Ihr nicht gewonnen.«
Sie war und blieb zerstreut, mit ihren Gedanken ganz wo anders, so daß Eike ihrem König und mehrmals ihrer Königin Schach bieten konnte. Da nahm sie sich zusammen, besser Acht zu geben, und der Kampf zwischen den Schwarzen und den Weißen spann sich langsam weiter.
Bald aber fing sie von neuem an: »Wann werdet Ihr wieder einmal auf die Berge steigen?«
»Wenn mir wieder einmal der Kopf brummt und ich nicht mehr aus und ein weiß.«
»Laßt mich Euch helfen bei Eurer Arbeit!« Es klang so bittend.
Dankbar blickte er sie an, schüttelte aber lächelnd das Haupt und sprach: »Unmöglich! das könnt Ihr nicht.«