»Diesen Gedanken werde ich nicht bei ihm aufkommen lassen,« sprach Egenolf. »Aber wäre es Euch denn nicht selber lieb, Vater, wenn Friede bliebe und keine Fehde zwischen euch ausbräche?«
»Ob mir lieb oder nicht, kommt nicht in Betracht. Ich habe keine Wahl und kann nicht voraussehen, ob Fehde wird oder Friede bleibt.«
»In wessen Hand ruht denn die Entscheidung darüber, wenn nicht in der Euren, Vater?«
»Da irrst Du,« entgegnete Schmasman. »Sie hängt einzig und allein von der Annahme oder Ablehnung gewisser Forderungen und Bedingungen ab, deren einige zwar von untergeordneter Bedeutung, andere dagegen von der größten Wichtigkeit für die Fortdauer unserer fest verbrieften und verbürgten Standesrechte sind.«
»Ließe sich denn nicht auch über diese wichtigen eine Vereinbarung treffen?«
»Nur dann, wenn Graf Oswald eine solche wünscht und selber den Vorschlag dazu macht, denn ich kann es nicht thun. Er hat meine Vermittelung einmal zurückgewiesen, und ich will mich dem nicht zum zweiten Male aussetzen.«
»Ich werde sie ihm auch nicht anbieten. Aber wenn er nun Eure Vermittelung anriefe? wenn er Euch durch mich darum ersuchen ließe?«
»Wenn! wenn! – das thut er nicht.«
»Wer weiß, Vater? es kommt darauf an, –«