»Daß ich sie wünschte, wäre wohl etwas zuviel gesagt,« wandte Graf Oswald ein. »Daß ich dazu bereit, nicht abgeneigt wäre, scheint mir richtiger ausgedrückt.«

»Überlaßt mir die Fassung der Worte, Herr Graf,« bat Egenolf, »sie sollen Euch zu nichts verpflichten.«

»Nun gut! dort auf meinem Tische findet Ihr Schreibgeräth; inzwischen lasse ich Isinger rufen.« Oswald schlug mit dem Waidmesser an eine helltönende metallene Schale und befahl dem eintretenden Diener, den Stallmeister herzubescheiden.

Als Egenolf geschrieben hatte, stand er auf und sagte mit einer einladenden Handbewegung: »Wollt nicht auch Ihr, Herr Graf –?«

»Ich?« sprach Oswald, »Eure Bitte bedarf wohl keiner Unterstützung meinerseits.«

»Das nicht, aber es würde meinen Vater doch freuen –«

Oswald zögerte noch. Er überlegte: vergebe ich mir damit nichts? – nein, er kommt zu mir, ich nicht zu ihm. Dann beugte er sich auf den Tisch und schrieb stehend mit raschem Federzuge nur die Worte:

Reconciliemus nos!

O. v. T.

»Ist noch Platz für eine Zeile von mir an Deine Mutter?« fragte Leontine schelmisch.