XXI.
»Wann wollen sie denn Hochzeit machen?« fragte Syfritz.
»Sobald die Fehde ausgefochten ist,« erwiederte Loder.
»Und Du meinst immer noch, daß sie sich in die Haare fallen werden?«
»Wie ich den Rathsamhausen kenne, glaub ich fürwahr, daß der Hoppeltanz ehestens losgeht.«
Diese Fragen und Antworten wurden zwischen Loder und Syfritz gewechselt, als die Beiden mit einem Schreiben Schmasmans nach Schloß Rathsamhausen wanderten. Loder hatte sich seinen Freund Syfritz auf diesen Botengang zur Gesellschaft mitgenommen und ihm unterwegs ausführlich von dem Festmahl zu Ehren des neuverlobten Paares auf der Hohkönigsburg erzählt.
»Du bist in Alles gut eingeweiht, Hans,« sprach Syfritz, »nun sage mir doch: wenn Graf Schmasman mit dem Thiersteiner Frieden und Freundschaft schließt, könnte das Herr Burkhard doch auch thun; warum thut er es denn nicht?«
»Das will ich Dir sagen, Fritz,« entgegnete Loder. »Die Sache ist, daß Burkhard sich nicht bloß kampflich an dem Thiersteiner rächen, sondern ihn ganz von der Hohkönigsburg vertreiben will, um sich selber für alle Zeit darin festzusetzen.«
»Oho!«
»Ja, so ist es. Aber daß unser Graf dem künftigen Schwieger seines Sohnes das nicht anthun lassen will, na –«