»Ob ich sie liebe!«
»Und zweifelst nicht daran, daß sie Dich wiederliebt.«
»Wenn ich das wüßte!«
»Sie hat mir kein Wort gesagt, aber Du kannst dessen so sicher sein, wie daß ich hier Dir gegenüber sitze.«
»Egenolf!«
»Ja! darüber sei ohne Sorge. Aber ich weiß, wie Einem zu Muthe ist, der die Tochter seines Feindes liebt; war ich doch in der gleichen Lage wie Du jetzt. Soll ich es Isabella sagen, daß Du sie liebst?«
»Nein, nein! Das soll sie zuerst aus meinem Munde hören.«
»Recht so! aber eine leise Andeutung, nicht in Deinem Auftrage, darf ich ihr doch machen, um ihrem bangenden Herzen Ruhe und Sicherheit zu geben. Darf ich, Bruno?«
»Ja! bestelle ihr einen Gruß von mir, so innig, wie Du ihn in Worte zu kleiden vermagst.«