»Einen Kesselflicker? also einen von Burkhards rußigen Schutzbefohlenen,« sagte Schmasman. »Warum hast Du ihn nicht festgenommen und eingebracht? vielleicht hätte man Geständnisse von ihm erpressen können.«

»Ich konnte ihn nicht greifen; er verschwand blitzschnell im Walde, so daß nichts mehr von ihm zu sehen war,« gab Egenolf verlegen zur Antwort.

»Schade! da müssen wir nun auf unserer Hut sein und unsere Bereitschaft mit doppelter Eile betreiben,« sprach Schmasman. »Habe Dank für Deine Wachsamkeit!«

»Es war ja nur ein Zufall, Vater, daß ich den Kesselflicker sah,« erwiederte Egenolf und schied aus seines Vaters Gemach mit ernsten Gedanken über das, was er verschwiegen hatte.

Aber etwas Gutes hatte das gefährliche Abenteuer doch zur Folge, – die Beschleunigung der Schlagfertigkeit. Damit tröstete er sich über die empfangene Wunde, und es däuchte ihm eine günstige Vorbedeutung, als wäre er durch dieses kleine Opfer an vergossenem Blut nun gegen eine Verwundung in dem bevorstehenden Kampfe gefeit.


XXV.

Unwiderstehlich trieb es Egenolf am nächsten Tage zur Hohkönigsburg hinauf, und bei gehöriger Vorsicht konnte er auch den Ritt schon wagen. Er hatte das Gefühl, daß er die peinliche Begegnung mit der Zigeunerin am besten durch den Anblick der Geliebten aus seiner Erinnerung verscheuchen könnte.