»Ich weiß, ich weiß,« versetzte Rodewig und schlug sich eilends in den Wald hinein.
»Du mußt Dich auch sputen, Hans, daß der Handschuh noch in den Sattel kommt,« sprach Isinger. »Ich trabe nach der Hohkönigsburg zurück und werde in Rappoltsweiler und durch die Eisenreiter unterwegs die Meldung schleunigst weitergehen. Nach meiner Rechnung kann es morgen früh oder morgen Vormittag zum Hauen kommen.«
»Die Rechnung wird stimmen,« nickte Loder. »Fahrwohl, Ottfried, und Gott behüte Dich!«
»Ich werde in der Schlacht meinen Mann stehen, Hans!« rief Isinger und schlug sich mit der Faust auf die gepanzerte Heldenbrust.
Sie trennten sich, und Jeder ging hurtig seines Weges.
XXVI.
Die Nachricht vom Aufbruch der Rathsamhausen'schen Streitmacht war nach den nächsten Burgen und überallhin, wo reisiges Volk lagerte, am Abend noch verbreitet worden, und in der Nacht brachte ein anderer Fahrender noch die Kunde, daß der Feind von Eichhofen auf Thannweiler zöge. Graf Wilhelm von Rappoltstein behielt also Recht mit seiner Vermuthung, daß der Zusammenstoß im Weilerthal stattfinden würde.
Zur Ausführung seines im Kriegsrath entworfenen Schlachtplanes thaten die Verbündeten nun das, was jedem als besondere Aufgabe zugewiesen war. In der Morgenfrühe rückten die Thiersteiner über Kinzheim nach Kestenholz, wo Fleckenstein, von Schlettstadt kommend, sich ihnen anschloß und sich über Scherweiler auch Kageneck und Hattstadt mit ihnen vereinigten. Diese vier stattlichen Haufen besetzten unter Fleckensteins Befehl den Ausgang des Weilerthales, gingen aber nicht weiter vor, um den Rappoltsteinern Zeit zu lassen, die Mündung des Leberthales in das Weilerthal zu erreichen, kurz nachdem der Feind diesen Punkt überschritten hatte.