»Was willst Du hier?« fuhr Burkhard auf, »Dich an meinem Unglück weiden? ist ja Dein Werk, Wortbrüchiger, der Du bist!«

»Was ich Dir darauf erwiedern könnte, weißt Du,« entgegnete Schmasman. »Das Mitleid treibt mich her, denn ich meine es gut mit Dir, Burkhard, und verzeihe Dir Alles, was Du mir angethan hast. Also laß uns ruhig und vernünftig mit einander reden.«

»Was sollten wir noch mit einander zu reden haben!«

»Willst Du mir ein paar Fragen beantworten?«

»Das kommt auf die Fragen an.«

»Zunächst gestattest Du wohl, daß ich mich setze,« sagte Schmasman, indem er Burkhard gegenüber, der sich selber nicht von seinem Sitz erhoben hatte, auf einem Stuhle Platz nahm. »Du hast eine Begegnung mit dem Grafen Oswald abgelehnt. Hast Du schon darüber nachgedacht, auf welche Weise Du Deine Freiheit wiedererlangen willst?«

»Wenn ich ausbrechen könnte, thät' ich's; Worte verliere ich darüber nicht.«

»Du hättest doch Oswald nach seinen Bedingungen fragen können.«

»Bedingungen? ich lasse mir von dem Thiersteiner keine Bedingungen stellen,« trotzte Burkhard.