»Nicht Maximin; er hat ihn Burkhard brieflich mitgetheilt. Dieser aber hat ihn uns, seinen Bundesgenossen, verheimlicht.«

»Das ist – verzeiht! eine ganz unverantwortliche Handlungsweise,« konnte Graf Oswald nicht umhin zu bemerken.

»Der Meinung bin auch ich,« stimmte Müllenheim zu. »Alles wäre anders gekommen, wenn wir das gewußt hätten. Aber Burkhard verfolgte seine eigenen Zwecke, die er uns verbarg.«

»Und hofft Ihr ihn bekehren zu können, daß er nun einen anderen Weg einschlägt?«

Müllenheim zuckte die Achseln. »Meine Neuigkeiten werden ihm wenig gefallen.«

»Was Ihr auch mit ihm zu reden haben möget, ich wünsche Euch einen besseren Empfang bei ihm, als sich Schmasman dessen zu rühmen hatte,« sprach Oswald.

»War Schmasman hier?«

»Ja, und Herr Burkhard hat ihm die Thür gewiesen.«

»Die Thür gewiesen? Na, das sollte der Grobsack mal bei mir versuchen!« lachte Müllenheim mit drohender Geberde. In verbindlichem Tone fügte er dann hinzu: »Darf ich nun bitten, Herr Graf?«