»Also ich hoffe auf Wiedersehen in Rappoltsweiler, Ottfried!« sprach er.

»Wenn's sein kann, gern,« erwiederte Isinger. »Gottbefohlen, Hans! wirst mir alle Zeit willkommen sein auf der Hohkönigsburg.«

»Soweit wäre die Sache ja nun in die richtige Bahn gelenkt; jetzt kommt es nur noch auf die Schlauheit des Ehrenwadels an,« sagte Loder zu sich selber, als er den Berg hinabschritt. »Was wohl am letzten Ende aus der Geschichte werden wird? eine Hochzeit? – gäbe ein herrliches Paar, die Beiden; na, Glück zu, Kinder! meinen Segen habt ihr.« –

Als spät Abends Gräfin Leontine sich zur Ruhe begeben wollte und mit Dimot, die ihr leuchtete, ihr Schlafgemach betrat, sah sie vor ihrem Bett an Stelle des bisherigen, hie und da schon etwas abgenützten Luchsbalges ein großes Wolfsfell ausgebreitet liegen. »Was ist das?« fragte sie verwundert, »wie kommt das dahin?«

Der sonst nicht so leicht um eine Antwort verlegenen Zofe klopfte schuldbewußt das Herz, und nach einigem Zögern sprach sie schüchtern und kleinlaut: »Da hingelegt hab' ich es, gnädige Gräfin.«

»Das kann ich mir denken, aber woher hast Du es?«

»Der Herr Marschalk hat mir's gegeben.«

»Marschalk! – Stallmeister ist er, nicht Marschalk,« verbesserte Leontine sie unwillig. »Wie kommt Isinger dazu?«

»Er hat es vom Pfeiferkönig, sagt er.«