»Und was soll mit der Hohkönigsburg werden, Burkhard, wenn wir sie erstürmt und erstiegen haben?« fragte Schmasman.
Burkhard antwortete darauf nicht gleich und sprach sodann mit einiger Unsicherheit im Ton: »Das können wir erwägen, wenn sie in unseren Händen ist und die Thiersteiner mit Mann und Maus herunter sind.«
»Sie wieder in Schutt und Asche legen, nachdem sie kaum erst neu aufgebaut ist?«
»O bewahre! das wäre Schade drum,« fuhr es Burkhard heraus.
»Ja, was dann? wer soll sie haben?«
»Darüber habe ich noch nicht nachgedacht,« erwiederte Burkhard mit abgewandtem Gesicht. »Das können auch wir beide nicht allein entscheiden.«
»So! Du hast noch nicht darüber nachgedacht,« wiederholte Schmasman. »Die Frage liegt aber doch sehr nahe; respice finem, sagt der Lateiner.«
»Das riecht nach dem Schulsack, mein Lieber!« spöttelte Burkhard, »ihr Rappoltsteiner seid gelehrte und belesene Leute, aber damit kommen wir hier nicht durch. Das Ende wird sich von selber ergeben, das Wichtigste ist jetzt der Anfang. Wir müssen dem Thiersteiner absagen und ihn überzucken, ehe und bevor er sein widerrechtliches Fürnehmen gegen unsere Unabhängigkeit ins Werk setzen kann.«
Schmasman schüttelte das Haupt: »Das Ziel muß ich klar vor Augen sehen, muß wissen, was aus der Hohkönigsburg werden soll, nachdem wir die Thiersteiner daraus vertrieben haben.«