»Will's nicht in Abrede stellen,« erwiederte Loder, »aber Alles mit Maßen. Einem paar Gutgesellen die Becherlein leeren helfen oder auch mit einem alten Kumpan an einem hohen Festtag einmal einen starken Trunk thun, dagegen hab ich nichts, aber Du treibst das Tag für Tag über allen menschlichen Verstand und Glauben.«

Schuddebuddel nickte blöde vor sich hin und seufzte: »Ja, es ist ein schweres Leiden, das ich mir aus dem Dudelsack durch das fleißige Blasen zugezogen habe. Von der grausamen innewohnenden Lebertröckne kann mich nun kein Baucharzt und kein Schneidarzt mehr kuriren.«

»Ich würd's schon fertig bringen,« lachte Loder. »Du solltest zwischen dem Blasen des Hirten, wenn er austreibt und wenn er wieder eintreibt, keinen Tropfen mehr in Deine rostige Kehle kriegen und auf der Wirthsbank die Nachtglock nicht mehr läuten hören. Jetzt sage mir, warum Du Deine Tochter nicht heirathen lassen willst.«

Der Alte schwieg.

»Christinel, sprich Du!« gebot Loder.

»Der Vater sagt, er könnte mich nicht entbehren und müßte elend verhungern, wenn ich nicht für ihn sorgte. Er schickt mich aus, daß ich mit meiner Zither Geld verdienen soll, und wenn ich nicht genug nach Hause bringe, schilt er mich aus und schlägt mich,« erwiederte das Mädchen traurig und verschämt.

»Ich hab auch schon beigesteuert von meinem Verdienst,« fiel der Luftspringer ein, »aber das will Christinel nicht mehr annehmen, weil der Alte doch Alles versäuft, was er in die Hände kriegt. Nach lang gehabter Geduld klagen wir nun, ob Ihr uns helfen könnt, daß wir zu einander kommen.«

»Landolin, kannst Du eine Frau ernähren?« fragte Loder.