»Ei, das will ich meinen!« lachte Landolin mit dem ganzen Gesicht, »sie soll's gut bei mir haben.«

»Schuddebuddel, hast Du gegen den Landolin als Eidam etwas einzuwenden?«

»Das grad nit.«

»Hast gar kein Grund und Ursach, den Beiden die Ehe zu hindern?«

»Sonst keinen, aber wovon soll ich denn in meiner großen Armuth leben, wenn sie heirathen? Als junges Ehevolk werden sie mir nichts mehr gunnen und geben.«

Da erhob sich Loder von seinem Sitz und sprach: »Euch beiden, die ihr euch lieb habt, will ich helfen. Kraft der in meiner Hand ruhenden Ambacht des Königreiches fahrender Leute ertheile ich hiermit im Namen der ganzen Bruderschaft meine Einwilligung, daß Du, Landolin, und Du, Christinel, mit einander in die Ehe tretet, heut oder morgen, wann es euch gefällt. Führt sie euer Leben lang in Ehren und Freuden, und der allmächtige Gott gesegne sie euch! Allen Brüder Spielleuten aber verbiete ich hiermit auf das Eindringlichste unter Androhung schwerer Buße, fürderhin bei einem Wirthe aufzuspielen, der diesem alten Suferle, dem Schuddebuddel, sei es bezahlt, sei es geschenkt, mehr als ein Becherlein zur nothdürftigen Löschung des Durstes verzapft oder verzapfen läßt. – So!« schloß er, sich wieder setzend, »das nimm in Dein Ohr, wisch' Dir's Maul und scher' Dich weg, Du Rabenvater! Was giebt es weiter?« wandte er sich dann zu den Weibeln.

Schuddebuddel zog, tonlos die Lippen bewegend, verdrießlich ab. Landolin und Christinel aber blickten sich glückselig in die Augen und verschwanden Hand in Hand in der ihnen zujubelnden Menge.

»Halberdrein und Dürrschnabel wegen der Strohpuppe,« kam von den Beisitzern die Antwort auf Loders Frage.

»Gut! tretet mal vor, ihr beiden Missethäter!« befahl Loder.