»Gegen die Thiersteiner.«

»O mein Gott!« rief sie, »was ist denn geschehen?«

»Geschehen ist bis jetzt noch wenig,« erwiederte er, »aber es droht etwas, das nicht geschehen soll und nur mit Gewalt zu verhindern ist.«

»Gieb mir keine Räthsel auf, Schmasman!« sprach sie ungeduldig und ängstlich zugleich. »Was hat Dir Graf Oswald angethan? Ich denke, euer Wortwechsel an der Kapelle ist ausgeglichen.«

»Vollkommen, aber das war nur das Vorspiel.«

»Das Vorspiel wovon? wozu? ich verstehe von alledem kein Sterbenswort.«

»Am ersten Pfeifertage ist es Abends im Rathskeller zum Klappen gekommen.«

»Ach so! bei den großen Pokalen,« lachte sie spöttisch. »Der Graf hat wohl den schönsten für sich begehrt bei eurem Gelage? schrecklich!«

»Den hätten wir ihm wohl überlassen, aber die Sache ist für uns Alle sehr ernsthaft geworden. Da setze Dich hin und höre zu!«

Nun erzählte Schmasman der aufmerksam Hörenden ausführlich den Verlauf und schlimmen Ausgang der Abendzeche und schloß: »Du wirst einsehen, daß man so gefährlichen Drohungen gegenüber die Hände nicht im Schoß halten kann.«