»Schmasman!« rief Herzelande und schlug die Hände zusammen, »das wird ja keine Fehde, das giebt einen Krieg.«
»Wenn Graf Oswald nicht einlenkt, – wohl möglich.«
»Die armen, armen Frauen!« jammerte Herzelande.
»Die thun mir auch leid,« gestand Schmasman, »aber ich kann ihnen nicht helfen.«
In diesem Augenblick trat Egenolf ein und ahnte sogleich, was die Anwesenheit seiner Mutter zu dieser Stunde hier zu bedeuten hatte. »Ich wollte nur fragen, Vater,« sprach er, »ob sich Loder schon bei Euch gemeldet hat; ich habe ihn auf heute Morgen herbestellen lassen.«
»Noch war er nicht hier,« sagte Schmasman.
Herzelande trat an ihren Gemahl heran und fragte leise: »Weiß Egenolf von der Sache?«
»Ja,« entgegnete Schmasman, »aber die Gründe kennt er nicht.«
»Egenolf,« wandte sie sich nun zu dem Sohn, »der Vater will gegen den Grafen Thierstein zu Felde ziehen.«