So geb ich willig mich darein.

Und denk in dieser letzten Not

An meinen lieben Herren Gott.

Und im Gebet ja immerzu

Ich Jesu Namen rufen tu,

Und schrei mit Herzen und Begier:

Herr Jesu, nimm mein’n Geist zu dir! Amen.

Mittlerweile war ein Kaiserlicher herzugetreten, hatte ihm den Fuß auf die Brust gesetzt und wollte ihm mit gehobenem Degen den Rest geben, hielt aber inne, da er ihn beten hörte. Als aber das Amen gesprochen, ließ er den Degen herniederfahren und durchstach ihn.

Nun kamen die Kroaten heran und machten ein kurzes Spiel. Wir durften uns nicht gegen sie umkehren, und so schossen sie denn mit ihren Pistolen einen um den andern nieder, bis ich noch allein dastand. Da meine Muskete abgeschlagen und mein Degen zerbrochen war, wandte ich mich und eilte wieder die Treppe hinauf in den Turm, wo ich an der Wand eine Hellebarde wahrgenommen, um mich mit derselben, bevor ich auch erschlagen würde, wie meine Kameraden, noch ritterlich zu wehren bis auf den letzten Blutstropfen. Die Kaiserlichen drangen mir nach auf dem Fuße, und einer schrie: „Willst du nun Quartier, Kerl?“ Die Stimme deuchte mir bekannt, — ich sah mich nach ihm um und erkannte in ihm jenen Bösewicht, der sich den Hauptmann Paradeiser genannt. „Gott sei’s gedankt, daß ich diesen Tag erlebe! Du oder ich!“ rief ich und riß die Hellebarde von der Wand, aber eh ich noch an ihn kommen konnte, hatte mir ein anderer seine Muskete so um die Ohren geschlagen, daß ich taumelte und zu Boden fiel. Alsbald fiel selbiger Paradeiser und die andern über mich her, plünderten mich und rissen mir die Kleider vom Leibe. Zuletzt, als sie mich bis aufs Hemd entkleidet, hoben sie mich auf und warfen mich, da sie mich für tot halten mochten, über die Mauer hinunter in den Strom.