„Ist dies ein geringes, wann deine eigene Knechte und Kriegsgediente einen armen Jungen (als eines Pastetenbäckers widerfahren) bereden, er sollte ihnen nachfolgen, sie wollten ihme ein Bißlein Brots geben, denselbigen aber nachmals in ihrem Quartier jämmerlich schlachten und verzehren?
„Oder sollte es dir nicht schmerzlich wehe tun, wenn du am Morgen aufstehest und mußt bisweilen zehn, bisweilen mehr oder weniger Toten Körper auf öffentlicher Gassen liegend ansehen?“
„Möchtest du nicht dein Angesicht verstellen und die Haar deines Haupts ausrufen, wann du an deinen Wohlstand zurückdenkst, nunmehr aber mit unwilligen Augen anschauen mußt, daß vor ein Malter Kleyen 132: fl., vor ein Ei 1 fl., vor ein Pfund Roßkutteln 7 Batzen, vor zwei Hinterviertel von einem Hund 7 fl., vor eine Ratte 1 fl. gegeben worden?“
„Mehr als 2000 Roß-, Ochsen-, Küh-, Kälber- und Schafshäute, eine in die andere vor 5 fl. verkauft, aufgegessen, ja alle Hund und Katzen verspeiset worden? Und was soll ich viel sagen und deine Wunden wiederumb aufreißen, da doch dein zugestandenes Unglück ohne Zweifel schon in der ganzen Welt erschollen und bei allen Völkern ausgebreitet ist, deren eins Teil sich darüber belustigen, andere aber zu trauern Ursach genommen.“
Als charakteristisch für jene Zeit möge auch das auf die Eroberung von Breisach verfertigte Distichon Chronologicum eine Stelle finden. Es lautete: Heroi in victo Bernhardo de Weymar Germano Achilli, de expugnato Brisaco Carmen Chronologicum:
„InViCto fortIs CeCIDIt BrIseIs ACHILLI
IVngitVr & tanto DIgna pVeLLa VIro.“
Einundzwanzigstes Kapitel.
Der Brief. (Schluß.)
Darum still, darum still,
Füg ich mich, wie Gott es will.
Volkslied.