der Verlorene, aber Wiedergefundene.

Am 3. Juni 1639.

P. S. Sollte des Herrn Hand dem Lämplein, das schon dem Verlöschen nahe, noch einmal Öl zugießen, werde ich mich zu Euch auf den Weg machen. Daß er mir sauer werden wird, werde ich nicht achten. Kann ich’s nicht mehr hinausführen, und sollte mich unterwegs mein Stündlein ereilen, wird sich wohl ein Christenmensch finden, der meinen Brief Euch zustellt, — ich will das Wenige, was ich noch habe, vor meinem Ende ihm dafür anbieten. Sollt ich allhier sterben, wird der Wertheimer Pfarrherr Euch den Brief sicher übermachen, wie die Straße von dem kaiserlichen Volk wieder frei ist. — Werde ich Euch noch einmal sehen? Ach, wer mir’s sagen könnte! Von außen scheint’s manchmal besser zu werden, aber innen nagt der Wurm! — Nun wie Gott will! Amen, Amen.

Zweiundzwanzigstes Kapitel.
Valentins Tod.

Da neigt er sich nun eben,

Verwelkt und sinket hin,

Den ich sah aufwärts streben

Mit also stolzem Sinn,

Der Knabe, jung von Tagen,