Etwa zwei Jahre mochten vergangen sein, als der Meister nicht mehr so zufrieden war mit meinem Sohne, wie im Anfange. Zwar hatte er nicht eigentlich über ihn zu klagen, aber so oft ich ein Näheres über seine Unzufriedenheit wissen wollte, lautete immer die Antwort: „Gevatter, er gefällt mir nicht mehr, — er ist unlustig geworden und Ihr werdet sehen, es tut nicht mehr lange gut!“ So oft ich in den Knaben drang, mir sein Herz auszuschütten, tat er’s doch nicht, sondern suchte Ausflüchte, bis ich endlich durch einen Zufall hinter die Wahrheit kam.

Viertes Kapitel.
Valentin der Schreiber.

Vom Himmel fällt ihm sein glücklich Los,

Braucht’s nicht mit Müh’ zu erstreben,

Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,

Da meint er sein Glück zu heben.

Er gräbt und schaufelt so lang er lebt,

Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.