»Sie reisen als geheimer Gesandter in einer wichtigen Angelegenheit.«

»Wohin?«

»Setzen Sie sich, wohledle Herren, aber legen Sie ein Schloß an Ihren Mund, denn wer verrät, was ich sage, dem mache ich einen Strafprozeß.«

»Er spricht wie ein Diktator,« murrte der kränkliche Zaládi.

Unterdessen waren die Senatoren herein gekommen, blaß, mit aufgedunsenen Gesichtern, einigen sah der Schreck aus den Augen. »Hört! Hört!«

»Herr Agoston, Sie werden den Kurutzentrupp aufsuchen, namentlich Stefan Csuda.«

»Diesen Dieb! Nun, dem werde ich es geben, er soll mir nur vor die Augen treten.«

»Sie werden ihm nichts thun, sondern vielmehr mit ihm höflich unterhandeln, um wie viel er geneigt wäre, noch einmal den Quardian und Pater Litkei zu rauben – aber sofort. Diese beiden Menschen haben wir einige Zeit nicht nötig.«

Das ernste Gesicht der Stadtväter erheiterte sich zu einem Lächeln, kein einziger war mehr blaß. Herr Poroßnoki schlug sich lustig mit der Hand vor die Stirn. »Nun, das wäre mir auch nicht eingefallen. Eure Gnaden sind ein geborener Diplomat.«

»Die Notwendigkeit ist ein guter Lehrer, oft ein besserer als die Erfahrung. Über die Pfaffen haben wir keine Macht, wir können sie weder gefangen nehmen, noch ihnen die Kanzel verbieten. Es giebt nur ein Mittel: Stefan Csuda.«