Und sie stürzte in die Knie. Ihr roter, unten mit Spitzen versehener Rock hob sich ein wenig in die Höhe und ließ ihre entzückenden Knöchel sehen.

Olaj Beg schleuderte den Sessel von sich.

»Das ist sie, das ist sie! Mein Herr Max Lestyák, sehen Sie sich diese hier an. Dieses Mädchen war bei mir im Lager. Nie erblicke ich Mekka, wenn es nicht wahr ist.«

Poroßnoki und Agoston richteten ihre Augen starr auf den Oberrichter, der merklich verlegen wurde und bis über die Ohren rot war. Dies war seine schwache Seite. Nun fing er an, die Energie zu verlieren. Czinna beugte traurig den Kopf.

»Nie sah ich dich, guter Mann.«

Der Oberrichter warf ihr einen dankbaren Blick zu, wie wenn er sagen wollte: »Du hast mich nur wiedergegeben,« dann zischte er zwischen den Zähnen: »Alles fällt, stürzt, es war alles verfehlt.«

»Was willst du, mein Kind?« fragte jetzt der Szenteser Franz Balogh. »Warum stehst du nicht auf?«

Der Brust des Mädchens entrang sich ein krampfhaftes Schluchzen.

»Ich bin an allem Schuld. Ich bin die Schuldige. Ich habe den Schlüssel der Eisentruhe dem Vater Lestyáks gegeben, da zu ihm aus einer fremden Stadt Leute mit der Bitte kamen, er möge ihnen einen Mantel, wie der unsrige ist, für fünftausend Goldstücke nähen.«

Ein gefahrdrohendes Gemurmel folgte diesen Worten. Der Oberrichter wendete sein bleiches Antlitz gegen die Wand. Auf diesen Schlag war er nicht vorbereitet.