Ich nickte stolz bejahend.

„Du, das mußt du mir erzählen! Komm!“

Und sie zog mich zu einer Bank inmitten einer Fichtengruppe, wo wir vor Lauschern sicher sein konnten, und da erzählte ich ihr nun, wie ich eigentlich, ohne es zu wollen, die Kletterei begonnen und wie ich dann nicht mehr zurückgekonnt hätte, sondern zum Weiterklettern gezwungen gewesen wäre. Und dann erzählte ich ihr, wie ich hoch droben über der grausigen Tiefe am Felsen gehangen hätte.

„Du, das ist herrlich!“ rief sie und ihre Augen flammten stolz in die meinen. „Aber sag, was hast du dir eigentlich gedacht, als du dort oben hingst?“

Sollte ich ihr die Wahrheit sagen? Nur einen Augenblick überlegte ich, dann entschied ich mich für die Wahrheit und ich erzählte ihr von meiner kurzen Todesangst und wie mich dann der Gedanke an sie und ihre Verachtung zum letzten und entscheidenden Wagnis angespornt hatte.

Ich hatte ruhig erzählt und war nun ganz überrascht, welche Wirkung meine Worte auf Heri ausgeübt hatten.

Regungslos saß sie da, das dunkelerglühte feine Antlitz zur Brust hinabgeneigt, die sich in raschen stürmischen Atemzügen hob und senkte.

Ich wurde ganz verwirrt und dachte angestrengt nach, was ich gesagt habe, das Heri so tief erregen konnte.