Ich sagte darauf nichts, meine Augen hingen nur immerzu an der schlanken, graziösen Gestalt neben mir, an dem zarten, feinen Gesicht mit den tiefroten Lippen und den dunklen Augen und an dem kastanienbraunen Haar, über das die milde Frühlingssonne ein Netz von goldenem Flimmer wob.
„Freust du dich nicht?“ fragte sie nach einer Weile.
„O, ich freue mich immer, wenn ich auf Ferien gehen kann,“ sagte ich und fühlte dabei, wie ich errötete.
„Ich auch!“ sagte sie leise und auch ihr Gesicht überflog eine flammende Röte.
Mein Herz hämmerte stürmisch und um meine Verlegenheit zu verbergen, brach ich ein über und über blühendes Reis von einem Schlehenstrauch an unserem Wege, entfernte sorgfältig die Stacheln und bot es ihr.
Sie nahm es mit einem leuchtenden Blick an und versuchte, es vor dem Busen zu befestigen. Aber es gelang ihr nicht. Nun wollte sie es in das Haar stecken, aber auch da hielt es nicht.
„Komm, laß mich!“ sagte ich und schlang behutsam und mit glückzitternder Hand die Blüten in ihr duftendes Haar. Und sie hielt das liebe Köpfchen gesenkt, bis ich fertig war und dann sah sie mich strahlend mit ihren süßen, meertiefen Augen an.
Und da wagte ich es, schlang den Arm um ihren Nacken und fragte stotternd: „Heri, hast mich lieb?“
Da lehnte sie ihr Köpfchen an meine Schulter, sah zu mir auf, glücklich, unsäglich glücklich und dann nickte sie ein paarmal rasch.