Als die ersten beglückenden Siegesnachrichten eintrafen, da gab es unter den Jubelnden einen, der tiefunglücklich war, tiefunglücklich, daß er den großen Ereignissen müßig zuschauen mußte.

Wenn ich wenigstens als Sanitätshund auf die Welt gekommen wär’! dachte er. Oder als Schrapnell. Aber ausgerechnet als Benno Stehkragen mußt’ ich geboren werden!

Eines Tages wurde Benno in die Direktion gerufen.

Sein erster Blick beim Betreten des Raumes fiel auf Martha, die dicht beim Fenster vor einer Schreibmaschine saß und Stenogramme übertrug.

Sie senkte den Kopf tiefer und tippte doppelt eifrig, als sie Benno bemerkte.

»Fräulein,« sagte Direktor Hermann, »gehen Sie, bitte, hinaus, solange ich mit Herrn Stehkragen rede! Man versteht ja bei der Tipperei sein eigenes Wort nicht!«

Martha erhob sich und ging.

Es war Benno, als habe sie ihn mit einem fragenden Blick gestreift.

»Mein lieber Stehkragen,« wandte sich Direktor Hermann ungewöhnlich freundlich an ihn, »ich weiß nicht, ob es Ihnen bereits bekannt ist, daß unser Gesuch betreffs Unabkömmlichkeit des Herrn Wittmann abschlägig beschieden wurde? Herr Wittmann wird also in absehbarer Zeit unsere Bank verlassen. Und es scheint mir fraglich, ob er wieder auf seinen Posten zurückkehren wird. Wir brauchen daher einen neuen Bureauchef. Dabei dachten wir in erster Linie an Sie. Nicht wahr, Kollege Birron?«

Birron murmelte zerstreut: »Es wird schon recht sein, lieber Herr Kollege! Ganz wie Sie meinen!«