Und endlich war es sechs Uhr abends, und die Beamten strömten aus dem Bankgebäude.
Nur die Korrespondenten saßen noch hinter ihren Tischen und kritzelten eifrig und ärgerten sich, daß sie nicht zeitig fertig geworden waren.
In den Tresors lagen die Wertpapiere, Coupons, Wechsel, Dokumente, ausländischen Geldsorten, Scheckbücher, das Bargeld der Kasse und die wichtigsten Geschäftsbücher wohlgeordnet verwahrt.
Die am nächsten Vormittag zu erledigenden Botengänge waren bis ins kleinste geregelt und das dazugehörige Material zurechtgelegt.
Das gesamte Personal der Bank hätte über Nacht sterben können, ohne daß die geringste Unordnung eingetreten wäre; das neue Personal hätte einfach dort weitergearbeitet, wo das alte aufgehört hatte.
Beinahe zwei Stunden länger wurde in der Expedition geschafft, die am Gangende des zweiten Stockwerkes lag und lediglich die Kuvertierung und Absendung der Briefe zu besorgen hatte. Alle weiteren Postangelegenheiten waren bereits von den einzelnen Bureaus erledigt worden.
Es war in der Industriebank der Modus eingeführt, daß jeder Korrespondent zu dem von ihm geschriebenen Briefe auch den Umschlag zu schreiben hatte. Der Briefumschlag wanderte sogleich in die Expedition und wurde dort in alphabetisch eingestellte Regale eingeordnet, während die Briefe, die beizulegenden Notas und Dokumente erst später in der Expedition eintreffen konnten.
Sechs Angestellte waren von fünf Uhr ab in der Expedition damit beschäftigt, die aus dem ganzen Hause dort zusammenströmenden Schriftstücke in die dazugehörigen Kuverts zu stecken und zuzukleben.
Abwechselnd hatten sämtliche Angestellte diese Tätigkeit auszuüben.
Natürlich gab es auch in der Expedition Ärger in Hülle und Fülle.