Ja, mehr als das, er war glücklich.
Bis die Stimme der Sängerin mehrere Abende hintereinander stumm blieb.
Die Fenster von Bennos Zimmer standen weit offen, ausgebreiteten Armen vergleichbar, die des Liebsten harren. Oder, um ein echteres Bennosches Bild zu wählen: einer Mausefalle vergleichbar, in der als Speckbrocken Bennos Herz hing.
Kein Gesang wogte herein. Nur die feuchte Herbstluft zog ein, machte es sich auf Bennos Sofa, in Bennos Bett bequem, kletterte die Wände auf und ab, bis sie sich zuletzt in Bennos aufgestülpte Nase verkroch und in Gestalt eines Stockschnupfens dort bis in den Januar wohnen blieb.
Keines der gebräuchlichen Schnupfenmittel erkannte sie als Kündigungsgrund an.
War Rita krank?
Er sah sie jetzt auch nicht mehr auf der Straße.
Seine Unruhe wuchs von Abend zu Abend.
Alle die Besorgnisse, die sonst nur in liebevollen Mutterängsten ihr Unwesen treiben, erwachten in ihm. Am Ende war sie von der Elektrischen überfahren worden?
Oder auf der Straße ohnmächtig geworden und lag jetzt irgendwo in einem Krankenhaus und konnte in ihrem Fieberzustand keine Auskunft über ihre Personalien geben?