»Wann nor der Blitz die ganz Bud' zusammehaage wollt'!« dachte er, wenn er in dem wackeligen Bett lag. »Nächstens quardiert mich mei liewenswerdig Dochter noch in eme #Luftballon# ei'! Odder se zieht merr e Schnor dorch die Nos unn läßt mich als Drache steie! Die Kränk soll se kriehe! Awwer gleich!!«

Nun, Gott sei Dank, jetzt hatte er vorerst seine Ruhe vor dem vermaledeiten Familienglück!

Gerade hatte Bindegerst in seiner festlich beleuchteten Werkstatt wieder traute Zwiesprache mit seiner heimlichen Geliebten gehalten und wischte sich den Schnabel ab, um seiner schnapsologischen Ernährungstheorie Ausdruck zu geben, als es leise an die Türe klopfte.

»Erei, wer drauße is!« rief er.

Und herein schlich die klägliche Gestalt seines Schwiegersohns.

Quer über der Stirne prangte eine breite Kratzwunde und sein rechtes
Auge war merkwürdig verschwollen.

Mit gesenktem Kopf blieb er in der Türe stehen.

Erstaunt sah Bindegerst von seiner Arbeit auf und gab heimlich mit dem
Fuß seiner stillen Liebe einen Tritt, damit sie tiefer unter die
Drechslerbank schlupfe.

»Ich bin widder da!« seufzte Adolf tonlos.

»Ich guck's!« bestätigte der Alte, und ein boshaftes Lächeln spielte um seine Mundwinkel. Er bedurfte keiner Erläuterung, er erriet alles. Nicht ohne Spott frug er: »Unn wo is dann 's Kättche?«