Oh, er war ein Schlaufuchs, und Adolf ein gutmütiger Narr!

Er nahm ein bekümmertes Gesicht an und klagte: »Awwer se werd's halt #doch# erfahrn! Wann erscht der Gerichtsvollzieher kimmt unn fängt aa, unser Möwel als Briefmarke-Album zu benitze, dann merkt se's!«

Er seufzte und beobachtete listig die Wirkung seiner Worte.

»Wann se nor net krank werd von dem Schrecke!« fügte er hinzu.

»Se #derf# nix erfahrn!« sagte Adolf geknickt. »Unner kaane Umständ derf se ebbes erfahrn!«

»Ja, des sag ich ja aach! Awwer wie soll ich's verhinnern, Herr Rechtsgelehrter? — Guck, Adolf, ich steh ja gar net so schlecht, — mei Geschäft is unner Brieder immer noch en Batze wert, — no, unn mei Häusi hat aach noch sein Wert, wann merr die Hipotheke abzieht, — ich bräucht halt nor en Mensch, der merr uff die Sicherheit hie so momendan vierdausend Mark bumbe dhät!«

Er machte wieder eine Effektpause.

Ganz dicht stand er nun vor seinem Schwiegersohn und sah ihm scharf in die Augen, während er sagte: »Dhätst #Du# merr kaan wisse, der wo merr so vierdausend Emmcher leihe könnt?«

Adolf erhob sich vom Bett und begann im Zimmer auf und ab zu wandeln.

Viertausend Mark, dachte er. So viel hatte er gerade auf der Sparkasse… Und schließlich war es doch sein Schwiegervater… Den konnte er doch nicht in der Patsche sitzen lassen… Und das Entsetzen, das er Katharina ersparte… Wenn der Gerichtsvollzieher ins Haus käme!… Und eine Sicherheit bot ja das Geschäft schließlich auch…