»Wie e Engelche leiht se da!« murmelte er. »So friedlich! Vielleicht fliegt se jedz grad im Draum im Himmel erum odder se bäckt for die Heilige Quetschekuche! Se is doch e gudes Weib. Heut hat se mich nor zwaamal en Saukerl genennt. Se bessert sich schonn. Langsam, awwer sicher.«
Und er zog sich behutsam aus, um sie nicht zu wecken, und schlief in dem
Bewußtsein einer guten Tat zufrieden ein.
Das Engelchen Katharina aber entwickelte sich immer offenkundiger zum Fafner. Sie hätte auf jedem Drachenwettbewerb den ersten Preis ergattert.
Ich mag es meiner Schreibmaschine gar nicht zumuten, all die Schikanen, die Katharina ersann, aufzuzeichnen. Es genügt zu sagen: gegen sie war Edison als Erfinder ein Waisenknabe.
An einem Samstag Mittag wandte sich Heinrich Baldrian, der Buchhalter, an Adolf mit der Frage: »Adolf, wollen Se morgen ins Theater?«
»Wieso, Herr Baldrian?«
»Weil ich zwei Billette hab. Aber es is mir was dazwischen gekommen.
Vielleicht gehn Sie mit Ihrer Frau hin?«
»Ei, mit Vergniege! Ich dank Ihne aach schee, Herr Baldrian!«
»Bitte, bitte!«
— Auf dem Nachhauseweg malte sich Adolf aus, wie Käthchen sich freuen werde.