Es wurde Adolf unbehaglich bei dieser Ankündigung. Was konnte ihm seine
Frau in Abwesenheit des Großvaters zu sagen haben?
»Heer' emal,« sagte Katharina, als sie allein waren, »'s werd Zeit, daß merr uns emal iwwer's Gustavche klar wern!«
Gott sei Dank: um das Gustavchen handelte es sich also! Nun, er würde sich gewiß gegen nichts sträuben, was dem Kinde von Nutzen sein konnte.
Katharina trat dicht vor ihn und frug betont: »Du hast doch vierdausend
Mark uff der Sparkass?«
»Ja, Kättche!« antwortete Adolf unsicher und verlegen. »Was is damit?«
»Ich habb mich bisher nie drum gekimmert, awwer des Geld muß uff'm Gustav sein Name geschriwwe wern! Merr sin all nor Mensche unn merr kann net wisse, was bassiert. — Bistde eiverstanne?«
Adolf wußte nicht mehr, was er antworten sollte. Das Geld, ach, das hatte er ja gar nicht mehr. Damit hatte ja Bindegerst seinen Holzlieferanten bezahlt.
Aber nun mußte das Geld unter allen Umständen wieder herbeigeschafft werden. Es #mußte#. Noch heute würde er mit Bindegerst reden …
»Ich habb gefragt, obsde eiverstanne bist?«
»Nadierlich bin ich's, Kättche.«