Und abends, am Stammtisch, im »Augustiner«, sagte die Kellnerin: »Weil's d' nur grad wieder da bist, Schnauzerl!«
Das Infamste aber war damals im Hofgarten passiert, als er seinen Hund frei herumlaufen hatte lassen — »freili, anbinden wer' i's, dös arme Dackerl!« — und einen polizeilichen Strafbefehl über drei Mark gekriegt hatte, wegen »Freilaufenlassens eines Rattenpinschers«.
Damals hatte er ein Eingesandt an die Zeitung geschickt, ein Eingesandt — na, Aufsehen hätt's gemacht, wenn sie's veröffentlicht hätten.
Aber sie haben's nicht veröffentlicht. Vielleicht weil's zu lang war. Vielleicht auch weil er den Hundeaufseher darin einen »geselchten Affen« genannt hatte.
Ha, die Redakteure! Die reinen Kunstmaler san's!
Und einen Menschen, der solchene Eingesandts schreiben konnte, tyrannisierte Bim, der Dackel, obwohl er kaum den zehnten Teil so viel wog als sein Herrle (einschließlich Hundemarke).
Denn was ist des Menschen Wille gegen den Willen eines Dackels?
Hundertmal schon hatte der Hausarzt zu Herrn Bröselmeier gesagt: »Herr Realitätenbesitzer, Sie sollten sich mehr Bewegung machen! Das viele Fett ist nicht gut für Ihr Herz, Herr Realitätenbesitzer! Mehr zu Fuß gehen sollten S' halt, Herr Realitätenbesitzer!«
»Moanen S' wirkli?« hatte Pepi gefragt. »Alsdann wer' i halt umanandlaufa wie a Heuschreck'n!« und heimlich hatte er sich gedacht: »Den Buckel steigst ma 'nauf, Medizinlackel, damischer!«
Und hatte sich auf der Trambahn ein Jahresabonnement genommen.