Aber unterwegs, auf dem Weg zum Stammtisch, fiel unserm Pepi ein Satz aus dem Vortrag ein, ein Satz, der ihn schon in den »Vier Jahreszeiten« gegiftet hatte, und seine gute Laune schmolz merklich zusammen. Was hatte der Herr Redner gesagt? »Am besten eignen sich zum Sanitätshund die deutschen Schäferhunde!«

War das nicht eine Beleidigung für seinen Bim? Glaubte der obergescheite Herr im Frack vielleicht, die Dackeln sind dümmer als wie die langhaarigen Hunde? War net übel! Ein so ein gescheites Tier als wie einen Dackel gibt es überhaupt keins mehr in dieser Zoologie!

»Gelt, Bim, du bist g'scheit?« frug Herr Bröselmeier zärtlich, aber Bim gab keine Antwort, weil er grad mal wieder auf's andere Trottoir hinübergelaufen war.

Und wenn dieser Mensch im Frack behauptete, die Schäferhunde eigneten sich am besten, so kam das einfach daher, weil er noch keinen Versuch mit einem Dackel gemacht hatte!

Und plötzlich durchzuckte den Herrn Realitätenbesitzer ein genialer Gedanke: Der Bim muß Sanitätshund werden! Ein Sanitätsdackel muaß er wer'n! Damit daß dös saudumme Gered' von dö Schäferhund amal an End' hat!

Wenn der Pepi Bröselmeier einmal einen Entschluß gefaßt hat, dann wird er auch ausgeführt. Und wenn sich gleich der ganze »Augustiner« auf den Kopf stellt.

»... Was hat denn das Herrle heut?« dachte sich Bim einige Tage später und beguckte verurteilend seinen Besitzer. »Was hat er denn?«

Vor ihm stand Herr Pepi, in der einen Hand eine feldgraue Soldatenmütze, die er Gott weiß wo aufgetrieben hatte, in der anderen Hand einen Mordsspaten, und lockte: »Komm her, Bim, komm schön her! Spazieren geht der gute Hund! Gassi gehn, Bim!«

Aber der gute Hund dachte sich: »Geh nur du Gassi, — i bleib z' Haus!«, watschelte an seinen Freßnapf, stärkte sich und läpperte dann am Wasserteller ein paar Tropfen.

Kopfschüttelnd sah ihm Pepi zu. »Wo er nur dös viele Wassersaufen her hat! Von mir hat a's nöt