»Da is gor nix zum Lachen!« schrie der Pepi und wurde jetzt ernstlich wild. »Was verstengan Sie vom Hundsdressieren! Genga S' hoam und belästingen S' dö Leut' nöt, Sö Hammel, Sö ganz ausg'schamter! — Und du, Bim, Hundsviech, miserabliches, hörst jetz glei' auf mit dera Spinatfresserei!! Suachst jetz glei' 's Mützerl, Bankert, ölendiger! — Da gehst her oder i hau dir dös Mordstrum Spaten um deine scheinheilingen Ohrwascheln! — Herrgottsakrament überananda, willst jetzt parier'n oder nöt?!«
Der Bim wollte nöt.
Wie er das Herrle so schimpfen hörte, sagte er sich: »Jetz is die Tollwut bei eahm aus'brocha!« setzte sich in Galopp und lief in die Isar.
Und was sah sein beglücktes Auge da?
Susanna im Bade!
Da schwamm sie, die herrliche Dackelin, und warf ihm einen Blick zu — einen Blick ...!! »Ewig dein!«
Und sie schwammen um die Wette, isarabwärts, nach der Eisenbahnbrücke zu — und in den Isaranlagen stand ein Mann und brüllte: »Bim! Biiiiiiim!« Und immer aufgeregter und beinahe weinerlich: »Bim! I tua dir ja nix!« und zuletzt ganz verzweifelnd: »Bim — guat's Hunderl — komm doch bloß, i gib dir 's Zuckerl! Wann's d' nur grad kommst!!«
Aber nicht der Bim kam, sondern der fremde Herr trat näher, nahm die Hände vom Rücken, in denen jetzt die grüne Mütze sichtbar ward, die ihn als Anlagenaufseher legitimierte, und sprach gewichtig: »Nämlich, wie hoaßen S' dann nachher?«
»Dös is a Gemeinheit!« schrie der Pepi. »Dös is a ganz a hinterlistige Zwiespältigkeit is das!«
»Nehma S' Eahna fei' in Obacht!« drohte das städtische Amtsorgan. »Sonst mach i Eahna z'wegn Amtsbeleidingung kriminalisch, mei Liaba!«