Ich wischte mir die Tränen von der Nase — da fiel mein verschleierter Blick auf ein kleines Glaskästchen, in dem auf einem Leiterchen ein grüner Frosch saß.

»Aha, ein gefangener Deutscher!« sagte ich mir und ward wieder heiter.

Die ersten Tage gefiel mir Marzel über die Maßen, doch als meine Neugier gestillt war, nistete sich die Langeweile in meiner Seele ein und begann ihre Eier auszubrüten.

Daher rieten mir meine Kameraden, die Mittage in einem jener Häuser zu verbringen, welche die Weißen »Kaffeehaus« nennen. Aber dort war es noch langweiliger.

Ich weiß nicht, weshalb die Weißen diese Stätten aufsuchen, in denen sie ein Getränk trinken, das sie zu Hause sicherlich billiger, besser und in reinerer Luft bekommen; in denen sie Spiele spielen, bei denen sie ihr Geld verlieren und Streit miteinander bekommen; in denen zehn Menschen gleichzeitig Musik machen, und wenn man durch Händeklatschen seinem Mißfallen Ausdruck gibt, erst recht nicht aufhören.

Vielleicht tun es die Weißen, um sich zu kasteien.

Am heftigsten empörte es mich, daß in diesen Stätten so viele Frauen herumsaßen, statt, von ihren Gebietern eingesperrt, zu Hause zu arbeiten und in harter Fron die Schmach, ein Weib zu sein, abzubüßen.

Aber ich habe ja schon gesagt, daß die Weißen nicht wissen, wie man eine Frau vernünftig behandelt.

Noch deutlicher sollte ich das erfahren, als ich an einem der nächsten Abende, an dem ich länger Urlaub hatte, in ein anderes Lokal ging, dessen Besuch mir die Kameraden empfohlen hatten.

Wir Soldaten genossen dort freien Eintritt, während alle anderen Menschen Geld bezahlen mußten, um in das Gebäude zu gelangen, das außen mit vielen farbigen Lichtern geschmückt war.