Auch die französische Miß neben mir fing an zu turnen, indem sie immer näher an mich heranrückte. Sie hatte ein Taschentuch in der Hand, das roch nach verwelkten Blumen. Und weil sie nicht aufhörte zu schwatzen und die Augen zu verdrehen, sagte ich das zweite französische Wort, das ich weiß, nämlich »pardon!«.
Darüber lachte sie herzlich, zeigte mir ihre Zähne, von denen die meisten aus Gold waren, und streichelte meine Hand.
Nun wollte ich nicht unhöflich sein und sagte das dritte französische Wort, das ich weiß, nämlich »cochon!«.
Da wurde sie noch röter, als sie angestrichen war, und ließ meine Hand los, stand wütend auf und ging fort.
Ich sah ihr verdutzt nach, denn gerade hatte sie angefangen, mir besser zu gefallen.
Aber ich machte mir weiter kein Kopfzerbrechen über den Fall. Ich sah noch eine Weile zu, was die Männer in dem Wald anstellten, und dann ging ich fort.
Auf dem Wege zur Kaserne erblickte ich an einer Straßenecke einen Menschenauflauf, der sich um einen weißen Zettel drängte, welcher an einer Tafel hing.
»Was bedeutet dies, Herr?« frug ich einen englischen Soldaten aus der Menge.
Er drehte sich um und ich bemerkte, daß er sich in dem heiligen Zustand befand, den ich so oft an Jim Boughsleigh beobachtet hatte.
»Stütze mich, Junge!« sagte er und hängte sich in meinen Arm. Und im Weitergehen, wobei er mich bald nach rechts, bald nach links zog und manchmal nach beiden Seiten zugleich ziehen wollte, erklärte er mir: »Ein Telegramm! In der Hauptstadt der deutschen Barbaren macht das Volk aus Hunger Revolution!«